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TROCKENFRÜCHTE

Gojibeeren

Beschreibung

Der Gemeine Bocksdorn ist ein sommergrüner Strauch, der zwei bis vier Meter hoch werden kann. Seine rutenförmigen, meist stachligen Äste hängen bogenartig herab und tragen längliche, lanzettförmige lange, ganzrandige, graugrüne Blätter, die 2 bis 3 cm breit und 3 bis 10 cm lang werden und einzeln oder gegenständig am Ast sitzen. Die Blütezeit des Gemeinen Bocksdorn ist von Juni bis August und teils bis September. Der Blütenstand enthält eine oder mehrere fünfzählige, zwittrige (hermaphroditische) Blüten, die jeweils auf einem 1 bis 2 cm langen Stiel sitzen. Der Blütenkelch ist 4 bis 5 mm im Durchmesser, glockenförmig und zweilappig. Die Blütenkrone ist violett und trichterförmig, mit 5 bis 6 mm langen sich spreizenden Blütenblättern, die am Rand fast unbehaart sind. Der Kelch hat eine Länge von 8 bis 10 Millimetern, die Staubgefäße und Griffel stehen daraus leicht hervor. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Bienen) oder Selbstbestäubung. Die leuchtendroten oder orange-gelben, länglichen bis eiförmigen, 0.4 bis 2 mm breiten und 5 bis 12 mm langen Früchte reifen von August bis Oktober und verbreiten ihre Samen mithilfe der Tiere, von denen sie gefressen werden. Jede einzelne Frucht enthält 4 bis 20 braungelbe runde Samen mit einem Durchmesser von etwa 2 mm. Die Pflanze gilt als sehr winterhart und verträgt Fröste bis -25 °C. Am Standort verbreitet sich Bocksdorn durch Wurzeln (Rhizome) und wird deshalb durch Rhizomsperren begrenzt. Als weitere Verbreitungsmöglichkeit sind Ableger von herabhängender Zweige und die Aussaat von Samen.

Küche

Bocksdorn wird in China zum Kochen und in der Naturheilkunde verwendet. Im Sommer und Herbst werden die Früchte geerntet und in der Sonne getrocknet. Die Früchte werden gekocht oder, wenn es süße sind, auch roh gegessen; einige Varianten sind sehr sauer. Blätter von Jungpflanzen werden auch als Blattgemüse verwendet. In Europa wird der Fruchtsaft von einigen Herstellern angeboten.

Inhaltsstoffe

In den Früchten finden sich unter anderem

* 0.5 Prozent des Vitamin C-Vorläufers 2-O-(β-D-Glucopyranosyl-)ascorbinsäure,
* 0.1 Prozent Betain,
* Vitamin A, Vitamin B1, B2, GABA und Nikotinsäure,
* die Tetraterpene Zeaxanthin und Physalein,
* die Steroide Solasodin, β-Sitosterol und dessen Vorläufer Daucosterol,
* Polysaccharide,
* p-Cumarinsäure, Scopoletin, Aminosäuren und Proteine.


Pharmakologie

Frühere Vermutungen, der Bocksdorn würde Hyoscyamin enthalten, gehen fast ausnahmslos auf eine Arbeit von 1890 zurück und konnten seitdem nicht bestätigt werden. Aktuelle pharmakologische Untersuchungen widerlegen diese Aussagen.
Wissenschaftliche Prüfungen der Inhaltsstoffe in Laborstudien ergaben erste Hinweise auf medizinische Wirksamkeit:

* Extrakte aus gemeinem Bocksdorn schützen vor Zerstörung des optischen Nervs, wenn ein Glaukom vorliegt.
* Polysaccharide aus der Pflanze haben immunmodulierende Wirkung.
* Aussagekräftige Laborstudien und klinische Studien nach Standardbedingungen zur Wirksamkeit gegen Krebs existieren bislang nicht.
* Wässrige Extrakte aus gemeinem Bocksdorn haben starke antioxidative Eigenschaften.

Medizinische Wirkung

Traditionell nehmen die Chinesen getrocknete Bocksdornbeeren gegen hohen Blutdruck und Blutzucker, bei Augenproblemen, zur Unterstützung des Immunsystems und zur Vorbeugung und Behandlung von Krebs. Als Einzeldosierung werden 6 bis 15 Gramm der getrockneten Beeren als Absud, in Wein oder als Tinktur angegeben.

Giftigkeit

Vergiftungsfälle sind beim Menschen nicht bekannt. Daher wird Bocksdorn nicht als giftig eingestuft Die bei Roth beschriebene Giftigkeit beruft sich wohl auf einen Artikel von 1890, der jedoch schon 1891 widerlegt wurde. Wenn, dann sind es lediglich kleinste Mengen Hyoscyamin, die sich aber nicht toxisch auswirken.




 

Schisandra

Beschreibung

Schisandra chinensis ist eine in Mitteleuropa winterharte, laubwerfende, mehrjährige Liane, die etwa acht Meter hoch werden kann. Der Blattstiel ist ein bis vier Zentimeter lang. Die Laubblätter sind etwa fünf bis zehn Zentimeter lang und drei bis fünf Zentimeter breit.

Sie ist zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch). Die eingeschlechtigen, duftenden Blüten enthalten sechs bis neun weiße bis cremfarbene Blütenhüllblätter. In den männlichen Blüten sind die fünf bis sechs Staubblätter verwachsen, sie haben keine oder ein Teil von ihnen nur einen sehr kurzen Staubfaden. Die weiblichen Blüten enthalten 17 bis 40 Fruchtblätter, sie sind spiralig angeordnet.

Es werden aromatische rote Früchte gebildet, die einen Durchmesser von sechs bis acht Millimeter haben und nur ein bis zwei Samen enthalten. Die Früchte werden wegen ihrer heilenden Wirkung in der chinesischen Kräuterkunde schon seit langem eingesetzt. Da die Pflanze ätherisches Öl enthält, wird dieses auch in der Parfümindustrie verwendet.

Wirkung

Ihr wird eine regenerierende und leistungsstärkende Wirkung zugeschrieben, außerdem wird sie in der chinesischen Heilkunde bei Diabetes mellitus, Herzklopfen, Schlaflosigkeit, Ekzemen, schlechter Sehfähigkeit, schwachem Gehör, Erkältungskrankheiten, Hepatitis, Harnwegserkrankungen, frühzeitigem Samenerguss, Asthma und Depressionen eingesetzt. In China gilt sie als ein sexuelles Stärkungsmittel für beide Geschlechter in Verbindung mit Yohimbe und Ginkgo biloba. Sie ist eine adaptogene Heilpflanze.

Nutzung

Frische Früchte schmecken ungewöhnlich (süß, sauer, scharf, bitter bis salzig). Die Früchte können zu Marmelade, Sirup, alkoholfreien Getränken oder Likör verwertet werden. Aus den Früchten kann Tee zubereitet werden, wobei die Kochzeit mit max. 20 Minuten angegeben wird. Die Beeren können auch gekaut werden, und zwar mehrmals täglich über den Tag verteilt jeweils drei bis vier Beeren. Darüber hinaus werden auch Schisandra-Kapseln zum Einnehmen angeboten.